Kanner Syndrom

Art-Nr.: PA01-05***Kategorien: Psychologie

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Das Kanner-Syndrom, auch bekannt als frühkindlicher Autismus oder klassischer Autismus, ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die durch eine spezifische Trias von Symptomen gekennzeichnet ist. Es wurde erstmals 1943 von Leo Kanner beschrieben.

Charakteristische Merkmale (Trias der Symptome):

  1. Qualitative Beeinträchtigungen der sozialen Interaktion:
    • Auffälligkeiten im nonverbalen Verhalten, wie Blickkontakt, Mimik, Gestik und Körperhaltung.
    • Unfähigkeit, altersgerechte Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen.
    • Mangel an spontaner Suche nach dem Teilen von Freude, Interessen oder Errungenschaften mit anderen (z.B. kein Zeigen, Herbeibringen oder darauf Zeigen von Objekten von Interesse).
    • Fehlen sozialer oder emotionaler Gegenseitigkeit.
  2. Qualitative Beeinträchtigungen der Kommunikation:
    • Verzögerung oder vollständiges Fehlen der Entwicklung der gesprochenen Sprache (nicht begleitet von einem Versuch, dies durch alternative Kommunikationsformen wie Gesten oder Mimik zu kompensieren).
    • Bei Personen mit ausreichender Sprache: deutliche Beeinträchtigung der Fähigkeit, ein Gespräch zu beginnen oder aufrechtzuerhalten.
    • Stereotype und repetitive Verwendung der Sprache oder idiosynkratrische Sprache.
    • Mangel an abwechslungsreichem, spontanem Als-ob-Spiel oder sozialem Imitationsspiel.
  3. Repetitive, stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten:
    • Umfassende Beschäftigung mit einem oder mehreren stereotypen und begrenzten Interessengebieten, die in Intensität oder Fokus abnormal sind.
    • Offensichtlich unflexibles Festhalten an spezifischen, nicht-funktionalen Routinen oder Ritualen.
    • Stereotype und repetitive motorische Manierismen (z.B. Handflattern oder Verdrehen, komplexes Ganzkörper-Bewegungen).
    • Anhaltende Beschäftigung mit Teilen von Objekten.
Gewicht n. a.

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