Dissoziative Persönlichkeit

Art-Nr.: PA01-46***Kategorien: Psychologie

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Eine dissoziative Persönlichkeit, im aktuellen diagnostischen Kontext präziser als Dissoziative Identitätsstörung (DIS) bezeichnet (gemäß DSM-5 und ICD-10/11), ist eine komplexe psychische Störung, die durch das Vorhandensein von zwei oder mehr unterscheidbaren Identitäten oder Persönlichkeitszuständen gekennzeichnet ist. Diese Zustände manifestieren sich als diskrete Muster des Wahrnehmens, des In-Beziehung-Tretens und des Denkens über sich selbst und die Umwelt.

Kernmerkmale der Dissoziativen Identitätsstörung:

1. Fragmentierung der Identität: Das zentrale Merkmal ist das Vorhandensein von mindestens zwei distinkten Persönlichkeitszuständen, die jeweils eigene Muster der Wahrnehmung, Kognition und Affektregulation aufweisen können. Diese Zustände werden oft als „Alters“ oder „Identitäten“ bezeichnet.
2. Amnesie: Es treten wiederkehrende Lücken in der Erinnerung an alltägliche Ereignisse, wichtige persönliche Informationen und/oder traumatische Ereignisse auf, die nicht durch gewöhnliche Vergesslichkeit erklärt werden können. Diese Amnesie kann den Zeitraum umfassen, in dem eine andere Identität die Kontrolle über das Verhalten des Individuums hatte.
3. Diskontinuität des Selbstgefühls und des Handlungsbewusstseins: Die Betroffenen erleben eine Unterbrechung des Gefühls für das eigene Selbst und des Gefühls der Kontrolle über die eigenen Handlungen, Gedanken und Empfindungen.

Pathogenese (Ätiologie und Pathomechanismus):

Die Ätiologie der DIS wird primär mit schweren und wiederholten traumatischen Erfahrungen in der Kindheit in Verbindung gebracht, insbesondere mit extremen Formen von Missbrauch (körperlich, sexuell, emotional) oder Vernachlässigung. Die Dissoziation wird hierbei als ein primärer Abwehrmechanismus verstanden, der es dem Kind ermöglicht, die überwältigenden traumatischen Erfahrungen zu „trennen“ und so die psychische Integrität zu schützen. Dies führt zu einer unvollständigen Integration der Persönlichkeit, bei der verschiedene Aspekte des Selbst und der Erfahrungen nicht zu einem kohärenten Ganzen zusammengeführt werden.

Die Präsentation der DIS ist oft komplex und kann von komorbiden Störungen wie Depressionen, Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS), Essstörungen und Substanzgebrauchsstörungen begleitet sein.

Gewicht n. a.

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